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Argentinien – Der größte Superstar ist der Trainer

Die etwa 40 Mio Gauchos, wie die Argentinier genannt werden, bewohnen im Süden Südamerikas den achtgrößten Staat der Erde. Im Jahre 1816 sagte man sich erfolgreich vom spanischen Kolonialreich los.

Die República Argentina ist ein überwiegend römisch-katholisch geprägter Staat, was besonders auf die Einwanderströme zurückzuführen ist. Etwa 2 Drittel der heutigen Bevölkerung stammen aus Spanien und Italien. Aber auch deutsche, britische, polnische und viele weitere europäische Einflüsse sind vorhanden.

Wohl auch daher begründet sich eine gewisse Tradition und eine erfolgreiche Vergangenheit im Fußball. In der Ewigen Tabelle der Fußballweltmeisterschaften rangiert die Albiceleste (die Himmelblau-Weißen) auf Rang 4. Bereits bei der 1. WM 1930 erreichte man das Endspiel, führte zur Halbzeit bereits 2:1, musste sich jedoch noch in Montevideo vor 93.000 Zuschauern Gastgeber Uruguay die Ehre des ersten Titelträgers überlassen. 1978 im eigenen Land und 1986 in Mexiko setzte sich die Mannschaft aber die Krone auf.

Legendäre Spieler wie Daniel Passarella und Mario Kempes, sowie später Diego Maradona, Jorge Burruchaga oder Jorge Valdano erreichten Weltniveau.

Die Flagge Argentiniens besteht aus drei horizontalen Streifen in hellblau, weiß, hellblau. In früheren Zeiten war es nur in Kriegszeiten erlaubt, die Fahne samt der 32-strahligen Inkasonne zu hissen. In Friedenszeiten durfte sie nur ohne diese gezeigt werden. Das Gesicht ist dem eines Schöpfers der Inka-Mythologie nachempfunden. Bei einer Schlacht soll dieses Sonnenbild dem erfolgreichen militärischen Führer erschienen sein. Wie ihm aufgefallen sein soll, dass die Sonne abwechselnd gerade und flammende 32 Strahlen besaß, ist mir allerdings schleierhaft. Vielleicht ist ja die Erfindung von hochwertigen Sonnenbrillen vorausgegangen….

Prognose: Klar, Argentinien ist der Favorit auf das Weiterkommen und auch ein Kandidat zumindest für das Viertelfinale. Das größte Problem sehe ich in der Amtsführung des Nationaltrainers, Diego Armando Maradona. Seit Ende 2008 führt der äußerst exzentrische Nationalheld die Geschicke des Nationalteams und hat seit dem 116 verschiedene Spieler zum Einsatz gebracht. Von Kontinuität und nachvollziehbaren Nominierung konnte bisher nicht die Rede sein. Ob Maradona der Richtige ist um der Mannschaft die nötige Disziplin in einem großen Turnier beizubringen, bezweifle ich. Kommen die Gauchos allerdings ins Laufen, werden sie von ihrem riesigen Potenzial profitieren und alles kann drin sein. 

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