Auftakt der Europa League

Es war kein ein besonders glücklicher Tag der deutschen Vertreter am 17.09. Na gut, wenn man sieht, wann der SV Werder Bremen seinen Siegtreffer bei Nacional Funchal geschossen hat, war es vielleicht doch glücklich. Wie Claudio Pizarro das Tor aber erzielte, zeigte seine ganze Klasse. Schön durchgetankt und unhaltbar aus 18 Metern vollstreckt. Richtig stark! Wahnsinn, dass es Nacional wieder nicht geschafft hat, sein 5.500 Zuschauer fassendes Stadion auf der beschaulichen Fereininsel im Atlantik, zum ersten Mal in dessen Geschichte, als ausverkauft melden zu können.

Wenn ich mir aber da die Trauerkulisse im Berliner Olympiastadion anschaue, ist mir so ein romantisches Stadion schon lieber. Und was die 13.454 Menschen in Berlin zu sehen bekommen haben, war allenfalls Magerkost. Um Hertha BSC Berlin muss man sich wirklich Sorgen machen. Alle Hoffnungen ruhen jetzt auf Gojko Kacar und Raffael. Ersteren werden wir spätestens nächsten Sommer bei einem renomierten europäischen Verein sehen, ist mein Tipp. Er ist der mit Spielverständnis und Technik ausgestattete “Aggressive-Leader” der Berliner. Mir ist er manchmal zu aggressiv, aber in dem Alter war ich auch so…. Okay, nur bei Weitem nicht so talentiert.

Was sich im Ernst-Happel-Stadion abspielte, wollte ich erst gar nicht glauben. Das Endergebnis ist ein Hammer. Und wenn man so konzeptlos gegen nahezu perfekt das Spiel engmachende Wiener anläuft und in der Abwehr solche Unzulänglichkeiten zeigt, darf man sich hinterher nicht beschweren. Nebenbei durfte sich das Team um Ex-Löwen-Trainer Peter Pacult über eine ausverkaufte Hütte freuen. Auch ein Kompliment an den Hamburger SV, was dieser an diesem Abend nicht zurückgeben konnte.

Was war sonst noch? Ein unheimlich hart umkämpftes Spiel mit einem 2:0( 1:0)- Sieg des FC Basel gegen den AS Rom. Nicht die riesen Überraschung für Insider. Das Basler Sturmduo mit Alex Frei / Marco Streller setze sich also gegen das römische Pendant Julio Baptista / Franceso Totti durch.

In Athen gab es für Panathinaikos eine bittere 1:3 (0:1) – Niederlage gegen Galatasaray Istanbul. Ich muss sagen, dass Gala wirklich eine auch auf europäischem Niveau respektable Truppe hat. Die Herren Kewell, Keita und Baros sind nur einige Beispiele für international erfahrende, abgezockte Spieler in Reihen der Türken. Ich habe sie im weiteren Turnierverlauf recht weit oben auf der Rechnung.

Aber der Weg nach Hamburg zum Endspiel ist ein langer. Und wie sagte schon Dettmar Cramer: Am Ende wird abgerechnet. So ist es!

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