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Archiv für April 2010

THS ist der Derbysieger

 

Am 19. Spieltag der Kreisliga A Iserlohn kam es im Stadion am Bührenbruch zum Schwerter Derby zwischen den Gastgebern von Eintracht Ergste und dem TuS Holzen-Sommerberg. Ergste, verstärkt durch die Neuzugänge Christoph Ferenc (auf der Ergster Kreidetafelaufstellung „Ferens“ genannt), Nils Makolla und Marc Vollmer, aber ohne den gesperrten Neuzugang Nico Städtler, wollten unbedingt den Derbysieg mit dem ambitionierten Ex-Holzen-Coach Ralf Günther an der Linie erlangen. Auch die Ex-Holzener Björn Ludwig, Giuseppe Farruggio und Aladin Zafer standen in der Anfangsformation.

Auf Holzener Seite fehlte der rot gesperrte Willi Überacker. Die Neuzugänge Jasper Möllmann (SpVg Holzwickede), Marc Nebgen (SV Geisecke) und Björn Hertelt (EtuS/DJK Schwerte) wirkten für den TuS mit.

Nach einer ausgeglichenen ersten halben Stunde kamen die Gäste besser ins Spiel, krönten aber erst nach Wiederanpfiff ihr taktisch cleveres Spiel nach einer Sedlag-Hereingabe durch Hertelt zum 1-0. Nach gut einer halben Stunde brachte der fahrig leitende Schiedsrichter mit einer mehr als zweifelhaften Rückpassentscheidung den Gastgeber wieder ins Spiel. Zur Krönung bekam Holzens Torwart Steckel noch vollkommen entgegen der Regel wegen der Aufnahme des angeblichen Rückpasses die gelbe Karte. Die Ergster scheiterten zunächst in der Mauer, aber die anschließende Flanke verwandelte Zafer dann aus abseitsverdächtiger Position zum Ausgleich.

Danach drückte Ergste, beflügelt von der gelb-roten Karte gegen Seelbach. Als man schon auf beiden Seiten halbwegs zufrieden mit dem Remis war, setzte Sedlag in Unterzahl am gegnerischen Strafraum nach, bediente „Coke“ Nebgen und der verwandelte im 2. Anlauf zum nicht unverdienten Derbysieg für Holzen. Farruggios gelb-rote Karte in der Nachspielzeit fiel nicht mehr ins Gewicht.

Die beiden Könige Otto I.

Gut 11 Mio. Griechen bevölkern die im Südosten Europas gelegene Hellenische Republik, die auf eine glorreiche Geschichte seines Volkes zurückblicken kann. So stammt z.B. die Idee der Demokratie vom Olymp und auch in Sachen Natur- und Geisteswissenschaften gehen wichtige Erfahrungen auf Griechen wie Pythagoras, Euklid oder Platon zurück.

Seit dem Beitritt zur EU im Jahre 1981 ging es besonders in Sachen Handel und Tourismus mit Griechenland bergauf. Zu Beginn des Jahres 2010 ist das Land jedoch in einer der schwersten Krisen eines EU-Mitgliedslandes überhaupt. Staatsverschulden, Korruption und Mauscheleien beim Beitritt zur europäischen Währungsunion brachten das Fass zum überlaufen. Ein drohender Staatsbankrott machte es notwendig zeitnah drastische Reformen, die zu Lasten der Bevölkerung gehen, einzuführen. Dies bringt dem Land derzeit eine sehr fragile Gesamtlage.

Der Ausgang für das griechische Fußballteam bei der WM 2010 birgt in dieser Hinsicht sowohl Risiken als auch Chancen. Bei einem guten Abschneiden ist es durchaus möglich, dass ein Schub durch das griechische Volk geht, wobei ein schwaches Abschneiden Gefahren von innenpolitischen Unruhen mit sich bringen könnte.

Ein Tipp für Männer die von ihren Frauen beim Fußball schauen genervt werden, ist auf jeden Fall die östliche der 3 Halbinseln Chalkidikis in Zentralmakedonien. In der autonomen Mönchsrepublik sind weibliche Wesen unerwünscht. Herrliche Aussichten zur WM!

Die Flagge Griechenlands besteht aus 9 horizontalen Streifen in weiß und blau mit einem weißen Kreuz im linken oberen Bereich. 9 Streifen gemäß der 9 Silben des Spruchs des griechischen Befreiungskampfes (übersetzt: Freiheit oder Tod) und das Kreuz zu Ehren der griechischen orthodoxen Kirche. Bleibt noch die Frage, wo die blaue Farbe der Flagge herstammt. Interessanterweise brachte diese König Otto I. aus Bayern in Anlehnung an die bayrische Landesfarbe mit und wurde fortan Bestandteil der Flagge. Und nun soll sein Namensnachfahre König Otto aus Essen die Farben in Ehren halten.

Obwohl die alten Griechen die Olympischen Spiele quasi erfunden haben gehört die Nation nicht zu den ganz Großen im Fußball. Erst in den letzten Jahren stieg man in die Nähe der europäischen Spitze auf. Der Triumph bei der EURO 2004 in Portugal war nahezu ein Fußballwunder. Ein verschworener Haufen, der taktisch perfekt durch Otto Rehhagel, der spätestens ab dann König Otto I. genannt wurde,eingestellt wurde, schaffte es im Endspiel durch ein Tor des jetzigen Nürnberger Bankdrückers, Angelos Charisteas, Gastgeber und Favorit Portugal im Finale zu besiegen. Einige Spieler, wie Georgios Karagounis, Konstantinos Katsouranis (beide Panathinaikos Athen) oder o.g. Angelos Charisteas (1. FC Nürnberg) stehen noch immer im Kader des unverwüstlichen 71-jährigen Fußballverrückten Otto Rehhagel.

Prognose: Die Griechen werden es sehr schwer haben die Gruppenphase zu überstehen. Dass Argentinien als letzter Gruppengegner ansteht könnte ein Vorteil sein, aber in den Spielen zuvor muss man selbst den Grundstein legen. Und da wird es gegen Südkorea und Nigeria meiner Meinung nach nicht reichen. Hoffen wir, dass es, falls es so kommt, im Land ruhig und gefasst aufgenommen wird.