Fortuna Düsseldorf – TuS Koblenz 3:1 (1:1)
Zuschauer: 20.150
Schiedsrichter: Welz (Wiesbaden)
Assis: Petersen (Stuttgart), Münch (Rielasingen)
4. Schiri: Voss (Großhansdorf)
Startaufstellungen:
Fortuna: Ratajczak (22) – Weber (2), Anderson (20), Cakir (5), van den Bergh (21) – Costa (3), O. Fink (7), Lambertz (17), Caillas (30) – Bulykin (13), Jovanovic (9)
Trainer: Meier
TuS:Yelldell (1) – B. Lense (12), Mavric (4), D. Ndjeng (15) – Langen (13), M. Hartmann (6), Melinho (20), Skeraj (27), Geißler (8), Rahn (7) – S. Kuqi (32)
Trainer: Rapolder
Einwechslungen: 78. Hergesell (24) für Caillas, 84. Kadah (18) für Jovanovic, 90. Sieger (8) – 46. Stieber (11) für Rahn, 58. N. Kuqi (9) für Skeraj, 73. Chr. Müller (17) für Geißler.
Tor: 1:0 Jovanovic (38., Linksschuss, Vorarbeit Caillas)
Einzelkritik
Fortuna Düsseldorf
Ratajczak: Der Ersatz von Michael Melka war bei einem schlechten Rückpass von Anderson auf der Hut, ansonsten in der 1. Hälfte unbeschäftigt. Ein mäßiger Abstoß in der 2. Hälfte. Nicht weiter gefordert. Note: 3,5
Weber: Machte die rechte Seite zum Quell der Offensivbemühungen bereits zu Anfang. Rackerte unermütlich, hatte auch aus der Distanz Gefahr zu bringen. Ab der 60. Minuten auf dem abstiegenden Ast. Note: 3,0
Anderson: Der lange brasilianische Innenverteidiger spielte bis auf seinen schlampigen Rückpass in der 33. Minute souverän und hatte nicht viel zu tun. Zeigte seine elegante Spielweise. Note: 3,0
Cakir: Der Deutsch-Türke hatte zunächst ebenfalls keine ernsthaften Zweikämpfe zu bestreiten, wirkte jederzeit sicher und leitete auch wie in der 45. Minute durch einen klugen Pass gutes Flügelspiel ein. In der 2. Hälfte weiter stark in den Zweikämpfen und jederzeit sicher im Aufbauspiel. Note: 2,5
van den Bergh: Das “Ex-Fohlen” spielte einen defensiv souveränen Part, aber deutlich zurückhaltender als Weber auf der anderen Seite. In der 2. Halbzeit wusste er nichts mit sich bietenden Freiräumen anzufangen. Note: 4,0
Costa: Wenige Ballkontakte für den Abräumer. Er erledigte seine Defensivaufgaben ordentlich. Note: 4,0
O. Fink: Der offensive Mittelfeldspieler fand zunächst schwer ins. Ab der 25. Minute jedoch mit gute Pässen und Alleingängen. Note: 3,0
Lambertz: Kam nach leichtem Holpern gut in die Partie. Auch der Turban nach der Kopfverletzung hinderte ihn nicht daran, durch seine Laufstärke “lästig wie Kacke am Absatz” beim Gegner zu sein. In der 27. versäumte er es seine gute Leistung zu krönen. Note: 2,5
Caillas: Der 31-jährige Deutsch-Franzose war der beste Spieler auf dem Feld. Zweikampfstark, lauffreudig, mit guten Standards und einer Torvorlage erwischte er einen Sahnetag! Note: 1,5
Bulykin: Der bullige Russe wirkte teils etwas phlegmatisch. Dennoch zeigte er immer wieder, dass er in der Lage ist seinen Körper einzusetzen. Spielerisch ordentlich, könnte aber lauffreudiger sein. Note: 3,5
Jovanovic: Ein guter Auftritt des langen Serben. Stets in Bewegung, mit gutem Freistoß (25.) und dem goldenen Tor erzielte er das 1. Stürmertor der Fortuna in dieser Saison. Note: 2,5
TuS Koblenz
Yelldell: Brauchte mal wieder mehrfach jeden seiner 194 cm Körperlänge. Anfangs reichten diese aber noch nicht nach einer Ecke. Danach solide und schuldlos beim 1-0. Note: 3,5
B. Lense: Stolze 64 Erstligaspiele hat der Ex- Armine auf dem Buckel. In manchen Szenen sah man seine Cleverness. Hatte schwer zu kämpfen in der Düsseldorfer Druckphase ab der 30. Minute. Immer wieder bemüht sich in die Offensive einzuschalten. Note: 3,5
Mavric: Der slowenische Nationalmannschafts-Innenverteidiger definierte sich über Zweikämpfe und lange Bälle mit mäßigem Erfolg. Hatte allerhand zu tun mit den Angreifern. Besonders gegen Jovanovic sah man seine mangelnde Schnelligkeit, als er Gelb sah (66.). Note: 4,0
D. Ndjeng: Hatte mit seinen 1,82m und mäßigen Schnelligkeit gegen die hochgewachsenen Düsseldorfer Stürmer durch sein gutes Stellungsspiel noch einen passablen Stand in der 1. Hälfte. In der 2. Hälfte weiter gut beschäftigt. Hielt jedoch dagegen. Keine Offensivaktionen. Note: 4,0
Langen: Über seine linke Seite passierte offensiv wenig, defensiv war er kein Stabilitätsfaktor. Ein sehr unauffälliger Auftritt, der seine Mannschaft zu keiner Zeit weiter brachte. Note: 4,5
M. Hartmann: Der ehemalige Stuttgarter Kickers- Spieler hatte gleich zu Anfang zwei Fehlpässe auf Lager, fiel danach weder positiv noch negativ in der 1. Hälfte auf. In der 2. Hälfte kaum offensiv aktiv, defensiv etwas sicherer, aber auch seine Mitbeteiligung am Gegentor bringt ihm Note: 4,5
Melinho: Wenig brasilianisches Flair konnte der aus Tschechien ausgeliehene Sechser einbringen. Mäßiger Start, schwach nach der 30. Minute. In der 2. Hälfte mit dem ein oder anderen guten Pass. War bemüht S. Kuqi einzusetzen. Note: 4,0
Skeraj: Über seine rechte Seite versuchte er gerade anfangs noch Schwung rein zu bringen, dies gelang ihm in der Folge immer weniger. In den Defensivzweikämpfen etwas nachlässig. Nach einigen halbherzigen Bemühungen war für ihn in Minute 58. Feierabend. Note: 4,0
Geißler: Der Neuzugang aus Osnabrück lief viel, verzog die einzige Chance in der 1. Hälfte in der 11. Minute um einen Meter. Danach bemüht, aber wenig effektiv,auch bei seinem Schussversuch nicht (61.). Note: 4,0
Rahn: In seinem 2. Zweitligaspiel wollte ihm so recht nichts gelingen. Ein gebrauchter Tag, der zu seinem Glück in der Halbzeit endete. Note: 5,5
S. Kuqi: Diesmal von Beginn an ohne seinen Bruder Njazi begann der routinierte finnische Nationalspieler lauffreudig und für einen alleinigen Zentralstürmer nicht ungeschickt. Von seinen Außenstürmern kam quasi gar nichts. Hätte nach Melinho-Zuspiel in der 58. Minute mehr aus dem selten gegebenen Raum machen müssen. Note: 4,0
N. Kuqi: Kam in der 58. Minute für Skeraj, hatte eine Chance durch einen Rechtsschuss, verbrauchte danach scheinbar seine ganze Luft zum Meckern gegen den Schiedsrichter. Note: 4,5
Stieber: Der junge Ungar wusste überhaupt nicht zu zeigen, dass er in die Stammformation gehört. Lediglich eine Flanke zu einer Torchanche. Das war alles. Zeigte zu wenig Einsatz. Note: 5,0
Die restlichen Spieler bleiben wegen der geringen Einsatzzeit ohne Bewertung.
Fazit: Ein absolut verdienter Sieg der Gastgeber, der hätte schon frühzeitig eingefahren werden müssen. Der Gast präsentierte sich trotz der angeblich 3 Spitzen viel zu harmlos. S. Kuqi war auf verlorenem Fuß und der Druck der Koblenzer in den letzten 20 Minuten genügt einfach nicht, in der 2. Liga ein Spiel zu drehen.