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Archiv für die Kategorie „Bezirksliga 14“

Zwischenbilanz der Bezirksliga 14

Die stärkste Bezirksliga 14 seit ewigen Zeiten, wie sie von vielen “Experten” bezeichnet wurde, geht in die Winterpause. 16 Spieltage sind gespielt und die Tabelle stellt nur weinige Verein zufrieden. Dies liegt vorallem daran, dass die Teams von den Namen her gut aufgerüstet haben. Nehmen wir Guido Silberbach, der vom TuS Heven nicht mehr gewollt war und zum VfB Westhofen wechselte. Der 42-Jährige erzielte in der Saison 92/93 für die SG Wattenscheid 09 ein Tor in der 1. Bundesliga beim Sieg gegen den 1.FC Nürnberg. Nun kickt er u.A. auf den Ascheplätzen von Hedefspor Hattingen, den SF Geweke und dem SV Geisecke.

Man kann festhalten, dass die Liga relativ ausgeglichen ist. Vor der Saison am häufigsten als Aufstiegskandidat genannt wurden neben dem starken Landesligaabsteiger TuS Heven, der VfB Westhofen, der VfB Schwelm und Türk Gücü Ennepetal. Die Schwelmer begannen die Saison stark, aber ihnen ging im November langsam die Luft aus. Zur negativen Krönung setze es am letzten Spieltag vor der Winterpause ein 0:5 beim TuS Heven. Statt möglichen 2 Punkten Rückstand sind es nun 8 auf den TuS Heven. Da kann man mal wieder sehen, dass es ja wohl doch Sechspunktespiele gibt.

Der VfB Westhofen ist eine große Enttäuschung. Kontinuität bekamen die Jungs von Michael Kalwa zu keinem Zeitpunkt der Saison in ihr Spiel und in ihre Ergebnisse. Gegen Ende der Runde war der große Kader durch Verletzungen zwar arg gebeutelt, aber eine Ausrede für jämmerliche 4 Saisonsiege nach 16 Spielen kann das nicht sein. Der Platz 9 ist die Realität. 3 Punkte Polster auf Rang 14, der von der SG Welper mit 16 Punkten belegt wird. Nach oben ist der Zug schon lange abgefahren, zumal der TuS Heven bereits doppelt so viele Punkte holte, wie die Mannschaft von der Wasserstraße.

Eine weitere Enttäuschung ist der hoch gehandelte Aufsteiger Türk Gücü Ennepetal. Die Mannschaft, die ihre Heimspiele auf dem Kunstrasen in Büttenberg austrägt ist gespickt mit Spielern, die bereits höherklassig Erfahrungen sammelten. So kann Spielertrainer Imre Renji (selbst zuletzt beim SSV Hagen in der Landesliga Spielertrainer) auf Leute wie die Ex-Hasper Abdul Caliskan und Nico Atangana bauen. In Ennepetal hat sich das der sportliche Leiter, Werner Benkert, der sonntags auch Traineraufgaben übernimmt, auch anders vorgestellt, als im Winter 4 Punkte vor einem Abstiegsplatz zu stehen.

Positives Resumée ziehen können vorallem der TuS Wengern und der SC Obersprockhövel. Ärgerlich für den SCO, dass am letzten Spieltag ausgerechnet Ex-Trainer Karl-Walter Möller mit seinem FSV Gevelsberg mit einen 3:1 (2 Tore durch Marco Reglinski, sowie Asad Dautovic) 3 fest eingeplante Punkte vom “Schlagbaum” mitnehmen konnten. So steht man 7 Punkte hinter dem TuS Heven, aber der Aufstieg ist für den SCO beileibe keine Pflicht.

Die blutjunge Truppe vom TuS Wengern kann sehr zufrieden mit den nur 3 Punkten Rückstand auf die Spitze sein. In den ersten 4 Spielen holte man sich 3 Niederlagen ab, danach wurde aber der große TuS Heven geschlagen und seit dem geht der Weg des Teams vom Brasberg, das von Martin Freitas trainiert wird, nach oben.

Recht zufrieden gibt sich auch der Trainer der Sportfreunde Geweke mit den ersten 16 Spielen. Zumindest in Hagen als Absteiger Nr. 1 gehandelt, schafften die Hasper es in dieser ausgeglichenen Liga stolze 19 Punkte zu holen. Mit Vorliebe auf der heimischen Asche (12 Punkte). Peter Loche bezeichnet sein Team gerne als “das höchstspielende Thekenteam Hagens”. Respekt für das bisherige Abschneiden. Aber es wird noch ganz schwer für die Grün-Weißen.

Überhaupt nicht aus den sog. “Puschen” kommt der FSV Witten. Lediglich 4 Remis sprangen für den FSV heraus. Darunter auch das kurioseste der Saison, bei dem der ETuS/DJK Schwerte bereits 4:0 führte und sich in der 2. Hälfte 4 Dinger vom Schlusslicht einfing. 4:4!

Kurios im Übrigen, dass der FSV Witten, der genau wie der VfB Annen die Sportanlage an der Westfalenstraße im Wittener Stadtteil Annen nutzt, nicht in einer Bezirksligastaffel spielt. Der VfB ist in der Gruppe 15 eingruppiert und der FSV in der 14. Beide sind aber auf bestem Wege in der kommenden Saison wieder in einer Gruppe zu spielen. In der Kreisliga A Bochum allerdings…

Meine Prognosen: Der TuS Heven wird aufsteigen. Den Gegnern fehlt es an Kontinuität und der TuS hat viel Potenzial.

Absteigen werden neben dem FSV Witten die SF Geweke, die in 2009 an der oberen Grenze ihres Leistungsvermögens gespielt haben und dennoch nicht genügend Abstand zu den Abstiegsplätzen haben. Und dann wird es richtig eng. Der SC Hennen ist ein Kandidat, der sich allerdings prächtig wehrt und mit Aykan Kutlu noch in der Saison einen ehemaligen Oberliga-Abwehrchef dazu bekommen haben. Der TuS Hattingen und die SG Welper sind für mich eher noch heißere Kandidaten. Der SV Geisecke hat das Problem des Abganges von Daniel Benda zum VfL Schwerte und den Nachteil des Ascheplatzes. Schlägt Väterchen Frost wieder erbarmungslos zu und schränkt die Wintervorbereitung stark ein, wird es eng. Beim FSV Gevelsberg kann es auch bis zum Schluss um den Klassenerhalt gehen. Lassen wir uns also überraschen.