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Mexiko – Der Dauerbrenner

Die Estados Unidas Mexicanos, wie Mexiko auf spanisch rangiert mit ca. 109 Mio. Einwohnern auf Rang 11 weltweit. Von der Größe des zu 88% zu Nordamerika gehörenden Staates her, wird die Größe Deutschlands 6 mal übertroffen. 1821 sagte sich das Volk der Mestizen und indigenen Völker endgültig von Spanien los. Heute leben in der Hauptstadt Mexiko City incl. Einzugsgebiet etwa 20 Mio. Menschen. Und das auf durchschnittlich 2300 m über NN.

In den letzten Jahrzehnten wanderten Millionen Mexikaner gen Norden in die USA. Weitenteils illegal. Deswegen und aufgrund des regen Rauschgiftschmuggels gilt die mexikanisch-amerikanische Grenze als eine der bestbewachtesten zwischen nicht diktatorischen Staaten der Erde. Obwohl die mexikanische Wirtschaft die zehntstärkste der Welt ist, ist das Wohlfahrtsgefälle Richtung Norden weiterhin groß. Sportlich gesehen sind die USA der größte Rivale, in den letzten Jahrzehnten besonders im Fußball. In der CONCACAF-Qualifikation qualifizierte man sich direkt, jedoch hinter den US-Boys.

Die Flagge Mexikos ist eine vertikale Trikolore in grün, weiß und rot, die in der Mitte das mexikanische Wappen trägt. Der Legende nach gab ein aztekischer Gott seinem normannischen Volke die Aufgabe, sich dort niederzulassen, wo sich folgendes Szenario abspielt:

Ein Adler verschlingt sitzend auf einem Kaktus eine Schlange. Der Kaktus erwächst aus einem Felsen auf einer Insel inmitten eines Sees. Nach etwa 200-jährigem Herumwandern mit geöffneten Augen geschah das vorhergesagte endlich an der Stelle, wo heute Mexiko City erwächst. Die Farben der Flagge stammen von der Unabhängigkeit von Spanien (grün), der heiligen römisch-katholischen Kirche (weiß) und der Vereinigung der Europäer mit den Amerikanern.

Fußball hat in Mexiko eine große Bedeutung. Die 1943 gegründete Priméra Division ist in Lateinamerika eine der besten Adressen, die auch in Europa begehrten Spielern eine gute Option im Hinblick auf finanzielle und sportliche Ansprüche gibt. So spielen auch heute noch weit über die Hälfte der zum Kader der „El Trí“, wie die Nationalelf genannt wird, gehörenden Spieler der 1. mexikanischen Klasse an.

Das Land war bereits 2 Mal Gastgeber einer Fußball-WM. Im Jahre 1970 bezwang Brasilien mit dem legendären Pelé Italien vor 107.000 Zuschauern im Estádio Aztéca zu Mexiko City Italien mit 4:1. 1986 rückte man recht kurzfristig für die finanziell und organisatorisch schwächelnden Kolumbianer nach.

Selbst blieben die großen Erfolge für El Trí aus, doch kann man mit Stolz behaupten, dass lediglich Deutschland, Italien und Brasilien auf mehr Teilnahmen bei Endturnieren zurückblicken können. In der Ewigen Tabelle belegt Mexiko allerdings nur Rang 15.

 Legendäre Spieler, wie Real-Madrid-Torjäger Hugo Sánchez oder Jorge Campos, der freistoßschießende, schillernde Torwart, gaben El Trí ein Gesicht.

Heute gehören Guillermo Franco von West Ham, Rafael Marquéz vom FC Barcelona, Cuauhtémoc Blanco von Chicago Fire oder Carlos Salcído vom PSV Eindhoven zu den bekanntesten Spielern des Teams von Javier Aguirre. Der Trainer machte sich in der Vergangenheit auch in Europa, als Coach von CA Osasuna und Atlético Madrid, einen Namen.

Prognose: El Trí ist ein Kandidat für das Achtelfinale. Wichtig dafür ist das Zusammengehörigkeitsgefühl der Spieler, denn die Mannschaft funktioniert nur im Kollektiv. Die Offensivkräfte Blanco, Franco und Palencia sind in die Jahre gekommen und es bleibt offen, ob sie oder nachstrebende Kräfte wie Pablo Barrera oder Carlos Vela auf internationalem Topniveau für die notwendigen Tore sorgen können.

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