Uruguay – Team mit viel Tradition
Die Replublica Oriental del Uruguay, wie man im zweitkleinsten Staat Südamerikas auf Landessprache, dem Río-de-la-Plata-Spanisch, sagt, hat etwa 3,4 Mio. Einwohner. Sein Name stammt von einem der großen Flüsse des wasserreichen Landes, dem Río Uruguay. Das bedeutet so viel wie „Fluss des bunten Vogels“.
Die Bevölkerung, die zu 90% in Städten wohnt, stammt hauptsächlich von spanischen und italienischen Einwanderern ab. Uruguay war schon früh ein Sozialstaat europäischer Prägung, aber seit dem Ende der 60er Jahren des letzten Jahrhunderts geht die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinander. Die Republik hat mit Arbeitslosigkeit und Abwanderung in Richtung Brasilien und Argentinien zu kämpfen.
Die Flagge Uruguays ist durch die blaue und weiße Grundfarbe, die aus einer ehemaligen Provinz am Río de la Plata stammt, und der Mai-Sonne als lebenswichtiges Element für die Indios, geprägt. Mit 9 horizontalen Streifen entspricht die Flagge der Anzahl der ursprünglichen Provinzen des Landes, das 1828 seine Unabhängigkeit feierte. Im Gegensatz zum großen Bruder Argentinien im Süden, begnügt man sich nördlich des Río de la Plata mit der Hälfte der Sonnenstrahlen, nämlich 16.
Der Fußball ist, wie in fast allen südamerikanischen Ländern, die absolute Nummer 1. Als Gastgeber der 1. Fußballweltmeisterschaft im Jahre 1930 konnte man sich stolzer 1. Weltmeister der Geschichte nennen und konnte überraschend auch 1950 in Brasilien den Titel erringen. Danach überholten die großen Fußballnationen Uruguay endgültig. Dennoch reicht es in der ewigen Tabelle der Weltmeisterschaften noch zu Platz 11.
In der Eleminatoria Sudamericana belegte man in diesem Jahr Platz 5 und musste in den Relegationsspiele Costa Ríca nieder ringen. Spieler wie Diego Forlán (Atlético Madrid), Luis Suárez (Ajax Amsterdam), Maxi Pereira (Benfica Lissabon), Diego Lugano (Fenerbahce Istanbul) oder Martin Cacéres (Juventus Turin) geben schon seit Jahren in der Champions League erfolgreich ihre Visitenkarte ab. Lediglich in Deutschland will so recht keinem der Spieler der Albiceleste, wie die Nationalmannschaft auch genannt wird, der große Durchbruch gelingen.
Prognose: Die Urus stehen der Qualität der Mexikaner in Nichts nach und das direkte Duell dürfte über die Qualifikation zum Achtelfinale entscheiden. Trainer Oscar Washington Tabarez ist ein erfahrener, der schon in Italien, Spanien und Argentinien bewiesen hat, dass er ein Meister seines Faches ist. Das Volk erwartet von ihm das Erreichen der nächsten Runde, wobei man sagen muss, dass die Albiceleste aus Uruguay nicht zwingend zu den stärksten 16 Mannschaften der Welt zählt.